Auf die Gesundheit, fertig, los!

Auf die Gesundheit, fertig, los! 1997 1001 juliawueseke

Auf die Gesundheit, fertig, los!

Aufhören zu rauchen, mehr Sport, gesünder ernähren, weniger Stress – das sind die Dinge, die jährlich in Deutschland auf Platz 1 der guten Vorsätze fürs neue Jahr rangieren.

Auf Platz eins steht dabei der Wunsch nach weniger Stress: 62 Prozent der Deutschen nehmen sich für das neue Jahr vor, Stress abzubauen oder zu vermeiden. Auf Platz zwei folgt der Vorsatz, mehr Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen (60 Prozent). Klassiker wie mehr Sport und gesündere Ernährung folgen mit 57 und 49 Prozent. Jeder Neunte möchte den Jahreswechsel nutzen, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Gute Vorsätze gibt es also genug. Wir werden nicht alle kontinuierlich umsetzen können, aber: Es zeigt, dass der Wille da ist. Der Fokus auf die Gesundheit. Ein Trend, der immer weiter um sich greift. Wir WOLLEN für unsere Gesundheit etwas tun. Wichtig ist allerdings: Wir müssen es wirklich wollen. WIRKLICH! Studien zeigen: Maßgeblich sind für ein erfolgreiches Umsetzen vor allem Leidensdruck oder zumindest der starke Wunsch nach Veränderung. Wer das nicht hat, sollte sich erst gar nicht mit dem Vorsatz belasten, weil Scheitern und Frust vorprogrammiert sind.

Der erste Schritt ist also mit dem eisernen Willen getan. Jetzt müssen wir es nur noch umsetzen. Und wer es bereits öfter probiert hat, weiß: Da liegt der Hund begraben. Um so wichtiger, sich keine unrealistischen Ziele zu setzen, denn 50 % aller guten Umsätze scheitern daran. Aber immerhin: Jeder Zweite hält die Vorsätze lange durch. Der Jahreswechsel ist im Übrigen ein guter Zeitpunkt als Startschuss, da es den Neuanfang unterstreicht. Studien haben zudem gezeigt: Es sind vier Schritte, die dabei zum Erfolg führen.

  1. Ein Ziel für einen konkreten Zeitraum überlegen
  2. Sich die Ergebnisse bildlich vorstellen
  3. Überlegen, welche Hindernisse eintreten können
  4. Festlegen, wie wir diese Hindernisse überwinden

Und noch ein paar Tipps

Los geht’s damit, in kleinen und konkreten Schritten zu planen. Die Ziele müssen realistisch und schnell erreichbar sein. Das bedeutet beispielsweise: Wer komplett untrainiert ist, sollte nicht gleich den Marathon im nächsten Jahr vor Augen haben. Besser: Kleine Ziele wie in sechs bis acht Wochen eine Runde von 20 Minuten durch den Park zu schaffen.

Studien zeigen außerdem: Selbstdisziplin allein reicht selten aus. Deshalb empfehlen wir, mit Freunden und Bekannten über die Ziele zu sprechen, um sich selbst ein wenig unter Druck zu setzen. Noch besser ist es, seine Vorsätze gemeinsam mit anderen umzusetzen. Beispiel: eine Gruppe gründen, die zusammen fit werden wollen oder sich regelmäßig mit Freunden zum Sport zu verabreden.

Zudem wissen wir mittlerweile: Rückschläge unbedingt mit einkalkulieren, denn: Eingefahrene Gewohnheiten zu ändern fällt schwer. Klar, denn wenn wir uns etwas angewöhnen, dann weil es angenehmer oder bequemer ist. Daher brauchen wir meist mehrere Anläufe für eine Verhaltensänderung. Wenn wir uns also heute nicht zum Joggen aufraffen, dann nicht gleich gefrustet aufgeben. Sondern gelassen bleiben und für morgen den nächsten Anlauf planen. Tipp: Wollen wir Sport zur Gewohnheit machen, unbedingt feste Tage einplanen, an die wir uns halten. Folgeregel: Ein Mal können wir die Regel brechen, sprich ein Training ausfallen lassen – aber nicht ein zweites. So verhindern wir, dass das Vorhaben komplett einschläft.

Zudem ist es wichtig, widrige Umstände einzuplanen. Es muss nämlich nicht immer am eigenen inneren Schweinehund liegen, wenn die Sporteinheit ausfällt. Schlechtes Wetter, ein spontanes Meeting – und schon ist es mit der geplanten Joggingrunde vorbei. Deshalb solche Hindernisse mit einkalkulieren und einen Plan B parat haben – beispielsweise ein Workout für zuhause bei schlechtem Wetter.

Und last but not least: Bitte keine Tabus auferlegen! Sätze wie: „Ich esse keine Süßigkeiten mehr!“ bewirken nur das Gegenteil und steigern die Begehrlichkeit. Zum Scheitern verurteilt. Besser die Menge reduzieren und sich bei Heißhunger ganz entspannt einen Schokoriegel erlauben – zum Beispiel einen Choc Bar. 😉