Tipps gegen die Hitze

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Tipps gegen die Hitze

Auch wenn wir uns über die vielen Sonnentage freuen: Der Jahrhundertsommer ist nicht nur Segen, sondern auch ein Fluch. Denn haben wir in den vergangenen Jahren noch über zu viel Regen gejammert, schlägt uns in diesem Jahr die Hitze auf Körper und Geist. Klar, hohe Temperaturen sind ebenso eine Belastung wie Dauerregen. Das Ergebnis: Kopfschmerzen und Schwindel, wir fühlen uns schlapp und schwach.

Hintergrund: Unsere Körperkerntemperatur beträgt rund 37°C, auch wenn sich die Gradzahlen der Umgebung ändern. Das liegt an den biochemischen Prozessen im Körper, die bei 37°C am effizientesten ablaufen. Deshalb müssen wir dann Wärme produzieren oder abgeben, um die Körpertemperatur konstant zu halten. Denn: Ist die Körpertemperatur zu niedrig, funktioniert beispielsweise unser Stoffwechsel nicht mehr, sind wir widerum zu warm, verlieren die Proteine ihre Funktion. Ungefähr wie bei Eiern, die in der Pfanne braten und das Eiweiß dann stockt.

Deshalb muss die Temperatur genau geregelt sein, was der Hypothalamus, ein Teil unseres Gehirns, übernimmt. Wir haben im Körper Wärmerezeptoren, die die Temperatur wahrnehmen und wenn die Temperatur bei Hitze zu sehr ansteigt, schmeißt der Hypothalamus ein Regelsystem an, das die Temperatur ausgleicht, der Kreislauf wird reduziert: Unsere Gefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, weil die gleiche Menge Blut in den erweiterten Gefäßen nun mehr Platz hat. Und: Die Haut produziert Schweiß, wofür er Energie, die Verdunstungswärme, benötigt. Diese entzieht er dem Körper, er kühlt ab.

Wer also eh schon unter niedrigem Blutdruck leidet, für den ist die Hitze noch belastender. Besonders betroffen: Kinder, ältere Menschen und Sportler bzw. Menschen, die sich viel bewegen. Denn: Weiten sich die Gefäße so stark und der Blutdruck verringert sich so sehr, dass das Herz nicht mehr genug Blut bekommt, um es weiter zu pumpen, bekommt das Gehirn nicht ausreichend Sauerstoff. Es kommt zum Hitzekollaps, häufig verbunden mit Ohnmacht. Übrigens kann starkes Schwitzen an besonders heißen Tagen wie in diesem Sommer durch den Flüssigkeitsverlust ebenso gefährlich für die Gesundheit werden, wie der niedrige Blutdruck. Da hilft nur vorbeugen, damit es gar nicht erst dazu kommt. Wir haben die wichtigsten 10 Tipps für euren fantastischen Sommer zusammengestellt.

Nr 1

Bewegung ist natürlich trotz der Hitze wichtig, aber: Aktivitäten in der Mittagshitze bitte vermeiden. Insbesondere sportliche Aktivitäten sollten auf den Morgen oder Abend gelegt werden.

Nr 2

Extreme Temperaturschwankungen bei Klimaanlagen sind ebenso zu vermeiden wie die leichte Zugluft. Das führt zu Erkältungen und Schmerzen durch Verspannungen im Nackenbereich. Ventilatoren mit dem Rücken zum Fenster aufstellen und an die Decke richten. Und: Nachts das Schlafzimmerfenster aufmachen und ein nasses Bettlaken davorhängen. So wird die einströmende Luft gekühlt.

Nr 3

Lüften, aber nur in den frühen Morgen- und Abendstunden – das schafft ein angenehmes Klima. Ab 8.30 Uhr Fenster schließen und die Räume mit Jalousien oder Gardinen abdunkeln (Metall-Rollos verwenden, die die Sonnenstrahlen reflektieren).

Nr 4

Der beste Frische-Effekt für die Füße? Einfach Einlege-Sohlen über Nacht in den Kühlschrank und tagsüber in die Schuhe legen. Beim Laufen geben die Sohlen Kälte ab. Herrlich!

Nr 5

Melonen, Ananas und andere Südfrüchte haben einen besonders hohen Wasser- und Mineralienanteil und sind damit der optimale Sommer-Snack. Das gleiche gilt für leichte Suppen wie die spanische Gazpacho-Suppe oder auch Serrano-Schinken ­– liefert wertvolles Salz, das wir durch das Schwitzen verlieren verloren haben. Aber Achtung: Obst mit hohem Zuckeranteil meiden, das macht noch durstiger. Diese Zeit der Hitze ist übrigens auch die perfekte Zeit für eine Stoffwechselkur mit vitelements: Leichte Kost, die sämtliche Nähstoffe enthält und satt macht. Der Choc bar ist auch ein perfekter Snack für zwischendurch: schokoladig leicht und viel kalorienärmer als ein herkömmlicher Schokoriegel.

Nr 6

Waschlappen in eiskaltes Wasser tauchen, drei bis fünf Tropfen China-Öl darauf geben und den ganzen Körper mit dem Lappen abreiben. Die Verdunstungskälte tut extrem gut.

Nr 7

Getränke sollten im Sommer nie zu kalt sein. Denn: Je kälter der Drink, desto stärker gerät der Körper ins Schwitzen. Am besten erfrischen Getränke mit einer Temperatur knapp unterhalb der Zimmertemperatur. Pro Tag solltest du zwei bis drei Liter trinken.

Nr 8

Erfrischungsspray selbst herstellen. Dafür brauchen wir: grünen Tee und eine Sprühflasche. Den Tee aufkochen, abkühlen, in die Flasche füllen. Den Tee sprühen zwischendurch ins Gesicht sprühen.

Nr 9

Lauwarm duschen statt kalt, sonst wird es hinterher noch wärmer! Und unbedingt ausprobieren: Vor dem Haarewaschen vier bis fünf Tropfen Teebaumöl ins Shampoo geben – kühlt die Kopfhaut den ganzen Tag über!

Nr 10

Eine Wärmflasche mit kaltem Inhalt bringt angenehme Kühle. Am besten mit kaltem Wasser befüllen, in den Kühlschrank stellen und zwei Stunden später zwischen die Füße legen.